8.11.2026, 15:00 Uhr,
Rundgang durch die Ausstellung Euridice Zaituna Kala. Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht mit Heiko Lietz
, Kunsthalle MünsterKünstlerinnengespräch mit Euridice Zaituna Kala, Sophie Kaplan und Merle Radtke
,Euridice Zaituna Kala, Eutrophê: the wave, 2025, View from the exhibition Daylighting: mais c'est l'eau qui parle , La Criée centre d'art contemporain, Rennes
CreditZu Beginn der Ausstellung Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht findet ein Gespräch zwischen der Künstlerin Euridice Zaituna Kala, Sophie Kaplan, Direktorin des La Criée centre d'art contemporain, und Merle Radtke, Leiterin der Kunsthalle Münster, statt.
Das künstlerische Werk Kalas erwächst aus einer tiefgreifenden Dekonstruktion, Manipulation und Rekonstruktion kultureller und historischer Metamorphosen. Mit ihren Werken lädt sie dazu ein, sich mit den historischen und kulturellen Transformationen des (persönlichen und kollektiven) Gedächtnisses auseinanderzusetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der komplexen Beziehung von Kolonialismus und Post-Kolonialismus sowie dem nachkolonialen Erinnern. Mit ihren künstlerischen Recherchen und Kreationen hat sie eine beeindruckende Strategie entwickelt, um sich mit der langen Geschichte von Auslöschung und Totschweigen auseinanderzusetzen und Spuren von unsichtbaren Subjektivitäten und Gemeinschaften nachzugehen.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Münster ist die erste Einzelausstellung der mosambikanischen Künstlerin in einer deutschen Institution. Zugleich handelt es sich um eine Wanderausstellung, die von Februar bis April 2025 bei La Criée centre d'art contemporain in Rennes und von Februar bis Juni 2026 bei La Loge in Brüssel zu sehen war. Mit jeder Etappe wandelte sich die Ausstellung, für die Präsentation in Münster entstehen zudem neue Arbeiten. Das Gespräch gibt einen tieferen Einblick in die Arbeit der Künstlerin sowie in die kontextuellen Wandlungen, die die Ausstellung und die Arbeiten an den verschiedenen Etappen durchlaufen haben.
Euridice Zaituna Kala lebt und arbeitet in Maison-Alfort, Frankreich. Kala absolvierte von 2010 bis 2012 eine fotografische Ausbildung am Market Photo Workshop in Johannesburg und in 2015 an der Asiko School in Maputo. Ihr künstlerisches Werk erwächst aus einer tiefgreifenden Dekonstruktion, Manipulation und Rekonstruktion kultureller und historischer Metamorphosen. Mit ihren künstlerischen Recherchen und Kreationen hat sie eine beeindruckende Strategie entwickelt, um sich mit der langen Geschichte von Auslöschung und Totschweigen auseinanderzusetzen, wie sie Menschen aus Mosambik und aus anderen Ländern am eigenen Leib erfahren mussten. Kala hat zahlreiche Performances aufgeführt, darunter Ritual as March as Protest, HKW Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2023); Sea(E)scapes: Listening Session, Jeu de Paume, Paris (2022); Tœtra, Centre Pompidou, Paris (2021); Stranger, Danger: Wait, it's just a prayer Room, Centre Pompidou, Paris (2019); Mackandal Turns into a Butterfly: a love portion, La Galerie-CAC de Noisy-le-Sec (2018). Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören unter anderem En quelques gestes: as if two suns were setting, galerie anne barrault, Paris (2024); Echos der Bruderländer, HKW Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2024); Prémio Paulo Cunha e Silva, Galerie Municipal, Porto (2023); Indigo Waves and Other Stories, Savvy Contemporary, Berlin (2023); Sea(E) scapes DNA: Don't (N)ever Ask, Galerie Salon H, Paris (2022); Fata Morgana, Jeu de Paume, Paris (2022); This Is Not Africa - Unlearn What You Have Learned, ARoS Museum, Aarhus (2021); Je suis l'archive, I the archive, Villa Vassilieff, Paris (2020). 2024 wurde sie eingeladen, an der Ausstellung Passengers in Transit im Rahmen der 60. Ausgabe der Biennale von Venedig teilzunehmen.
Sophie Kaplan lebt und arbeitet in Rennes. Seit 2012 ist sie Direktorin des La Criée centre d'art contemporain. Ihr kritischer Ansatz und ihre kuratorische Praxis basieren auf der Bedeutung, die sie der Zusammenarbeit beimisst – insbesondere mit Künstler:innen durch deren zyklische Assoziation bei La Criée; auf dem Freiraum, der als Motor für Forschung, künstlerischer Produktion und Vermittlung dient, sowie auf dem Interesse an der Verknüpfung von Künsten, Disziplinen und Wissen.
Merle Radtke ist Kuratorin und Autorin. Schwerpunkte ihrer kuratorischen Arbeit sind die feministische Kunst, die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschichte, Kunst im öffentlichen Raum, (post-) digitale Kunstpraxis, Klangkunst und lateinamerikanische Kunst. Seit 2018 leitet sie die Kunsthalle Münster. In ihrer Position ist sie zum einen für das Programm der Kunsthalle verantwortlich und betreut zudem die Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum im Besitz der Stadt Münster sowie das Residenzprogramm Residence NRW+. Zuvor hat sie u.a. als Kuratorin für die Hamburger Kunsthalle und das Kunstmuseum Stuttgart gearbeitet. Von 2015 bis 2017 war sie Mitglied des Graduiertenkollegs Ästhetiken des Virtuellen an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2018 folgte ein Stipendium des Goethe Instituts an der Villa Kamogawa in Kyoto. 2024 kuratierte sie das Art Weekend Belgrade. Regelmäßig publiziert sie Texte zu zeitgenössischer Kunst und Kultur.
Euridice Zaituna Kala. Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht
, Kunsthalle Münster → Ausstellung
Rundgang durch die Ausstellung Euridice Zaituna Kala. Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht mit Heiko Lietz
, Kunsthalle Münster
Rundgang durch die Ausstellung Euridice Zaituna Kala. Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht mit Heiko Lietz
, Kunsthalle Münster
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung Euridice Zaituna Kala. Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht mit Merle Radtke
, Kunsthalle Münster