29.4.2026, 18:00 Uhr,
Perfomance von Ewa Dziarnowska (work in progress)
, Stadthausgalerie MünsterChloe Chignell, SUNCUT: a lover's dictionary
, Stadthausgalerie MünsterChloe Chignell. SUNCUT: a lover's Dictionary, 2025
CreditBut remember. Make an effort to remember. Or, failing that, invent. (Aber erinnere dich. Bemühe dich, dich zu erinnern. Oder, falls das nicht gelingt, erfinde.)
SUNCUT: a lover’s dictionary ist ein lebendiges Lexikon, das auf das Buch Lesbian Peoples: Materials for a Dictionary (1979) von Monique Wittig und Sandie Zeig zurückgreift. Die Performance von Chloe Chignell entfaltet die 366 Einträge des Wörterbuchs – Wort für Wort, Begriff für Begriff, Körper für Körper.
SUN CUT versteht Sprache als eine Tätigkeit, die an und zwischen Körpern geschieht – offen für Erschöpfung, Verschiebung und Erneuerung. Jede Iteration wird zu einem Akt spekulativer Wiederbelebung: dem Erinnern an eine Zukunft, die noch nicht eingetreten ist. Indem die Rolle des gedruckten Archivs umgekehrt wird, fragt die Arbeit danach, wie der Körper zugleich Ort und Methode der Bewahrung sein kann. Aufbauend auf Wittig und Zeigs Kritik an linguistischer Autorität versteht SUN CUT das Wörterbuch nicht nur als Text, sondern als Praxis zur Neuorganisation von Beziehung, Bewegung und kollektiver Präsenz.
Dauer der Performance: 2,5 Stunden. Das Publikum ist während der gesamten Dauer eingeladen, den Raum zu betreten und zu verlassen.
Konzept, Choreografie und Performance: Chloe Chignell; Sound und Performance: Steph Holl-Trieu; Sound-Kollaborationen: Steph Holl-Trieu, Amina Szecsödy (PAF, Saint Erme Edition) und Mara Schwerdtfeger (Critical Path, Sydney Edition).
Die Produktion der Arbeit wurde unterstützt von: Artspace Sydney, Critical Path Sydney, Dancehouse Melbourne, GC De Maalbeek, n22 Brussels, Kunstendecreet, Cité des arts, Paris.
Chloe Chignell (geb. 1993) ist eine Künstlerin, die an der Schnittstelle von Text, Choreografie und Publikation arbeitet. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Sprache innerhalb eines choreografischen Rahmens. Sie versteht Schreiben als körperbildende Praxis und widmet sich experimentellen Übersetzungsformen. Chloe schloss 2020 das Postgraduierten Programm a.pass ab, 2018 den Research Cycle bei P.A.R.T.S. und 2013 ihr Studium am Victorian College of the Arts. Seit 2019 betreibt sie gemeinsam mit Sven Dehens rile, eine Buchhandlung und einen Projektraum für Publikation und Performance in Brüssel. Ihre Arbeiten wurden in Europa und Australien präsentiert, unter anderem unter anderem beim NEXT Festival, Lille (2024), Pavillon ADC, Genf (2024), Batard Festival, Brüssel (2019), Saal Biennale, Tallinn (2021), Moving Words Festival, Oslo (2021), QL2, Canberra (2022), KAAP, Brügge (2022), Littérature etc., Paris (2022), Dancehouse, Melbourne (2016–18), The Keir Choreographic Award, Melbourne / Sydney (2018), Köttinspektionen, Stockholm (2019) und der Biennale Danza in Venedig (2017). Sie arbeitete als Performerin und Kollaborateurin mit Choreograf:innen in Europa und Australien, darunter James Bachelor, Angela Goh, Bryana Fritz, Stefa Govaart, Ingrid Berger Myhre, Adriano Wilfert Jensen, Phoebe Berglund, Anna Gaiotti, Clara Amaral und Gry Tingskog. 2020 veröffentlichte sie The Complete Text Would Be Insufferable bei uhbooks, herausgegeben von Will Holder; NOT MOTHER NOT MYTH erscheint demnächst im Berliner Verlag Lesbianas Concentradas. Ihre Texte erschienen unter anderem in: misted.cc, Choreography Journal, Le Chauffage, RealTime, This Container Magazine, …and then the doors open again und Engagement Arts Zine. Darüber hinaus unterrichtet sie Choreografie und Schreiben bei P.A.R.T.S., dem Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz in Berlin, dem Institut Supérieur des Arts et Chorégraphies sowie am Victorian College of the Arts.
Steph Holl-Trieu (geb. 1995) ist Künstlerin und Autorin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit sozialen Beziehungen, damit, wie sie Wahrnehmungsweisen, die Produktion von Bedeutung und Erfahrung – sowohl abstrakt als auch gelebt – bedingen. Durch Texte, Installationen, Klangarbeiten, performative Lesungen und Rollenspiele entwickelt sie Verfahren, um bestehende Strukturen der Sinnbildung zu lösen und diese neu zu konfigurieren. Häufig in kollaborativen oder kollektiven Kontexten situiert, entfaltet sich ihre Arbeit iterativ aus einem Verständnis ästhetischer Erfahrung als unbestimmt und widerständig. Ihre Arbeiten waren unter anderem am HAU Berlin, im Kunstraum Niederösterreich, Wien, in der Shedhalle Zürich und Le Commun in Genf zu erleben.
Eine Kooperation mit:
Das Programm wird gefördert durch:
Die Performance wird unterstützt durch:
hell is other people (if you're lucky): Chloe Chignell, Ewa Dziarnowska, Dorota Gawęda + Eglė Kulbokaitė, Liina Magnea, Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, Sinaida Michalskaja, Alexandra Sheherazade Salem, Gaia Vincensini
, Stadthausgalerie Münster → Ausstellung
Perfomance von Ewa Dziarnowska (work in progress)
, Stadthausgalerie Münster
Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, dérivedérive
, Kunsthalle Münster / Wasserseite
Liina Magnea, SSASSINS CREED (LADY SAYS STOP)
, Stadthausgalerie Münster
Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, dérivedérive
, Hoppengarten / Acker