29.4.2026, 18:00 Uhr,

Perfomance von Ewa Dziarnowska (work in progress)

, Stadthausgalerie Münster

Ewa Dziarnowska mit kiana rezvani und Sunayana Shetty, Performance (work in progress), 2026.

Credit

Anstatt klaren Narrativen oder festen Bedeutungen zu folgen, zielt die Arbeit darauf ab, „Momente“ zu erzeugen, und versteht Choreografie als Bewegung, die sich durch Zeit, Gewohnheit und Begehren sedimentiert. Sie lädt zu einer intuitiven Form des Sehens und Machens ein, bei der Empfindung und Aufmerksamkeit wichtiger sind als Interpretation.

So versucht die Arbeit, sich dem linearen Sog der Chronologie – dem gleichmäßigen Fortschreiten der Uhr – zu entziehen und Zeit stattdessen als Kairos zu begreifen: als verdichteten Augenblick, in dem sich für kurze Zeit alles fügt und ein Möglichkeitsraum entsteht. In Bezug auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entwickelt sie eine eigene Form von Zeitlosigkeit.

Von Ewa Dziarnowska mit kiana rezvani, Sunayana Shetty

Dauer der Performance: 2 Stunden. Das Publikum ist während der gesamten Dauer eingeladen, den Raum zu betreten und zu verlassen.

Die Produktion der Arbeit wurde unterstützt von: Adam-Mickiewicz-Institut und dem Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen, Santarcangelo dei Teatri / Santarcangelo Festival Associazione Inteatro, Villa Nappi

Ewa Dziarnowska (geb. 1991) ist Tänzerin und Choreografin mit Sitz in Berlin und arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Kollaboration und Recherche. Ihre jüngsten Projekte – This resting, patience, https://4677684728466.com und A Room With a Better View – zeugen von einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Improvisation als Methode und Haltung. Durch die Aufmerksamkeit für Empfindung, Rhythmus und Beziehung untersucht sie, wie Bewegung Wissen hervorbringen und sich dem Druck von Kohärenz und Produktivität widersetzen kann. Ihre Praxis entfaltet sich in Echtzeit, balanciert Präzision und Spontaneität und hinterfragt die sozialen und ästhetischen Rahmenbedingungen, unter denen Tanz entsteht, wahrgenommen und verbreitet wird.

kiana rezvani (geb. im Westen des Iran, lebt und arbeitet in Berlin) ist Künstler:in, Choreograf:in und Forscher:in und entwickelt choreografische und performative Formate, die Tanz, Text, Video und Stimme miteinander verbinden und in Theatern, Galerien und unabhängigen kuratorischen Räumen präsentiert werden. rezvanis künstlerische Praxis dreht sich um vergessene, unausgesprochene, verborgene und unterdrückte Geschichten und Erzählungen. rezvani verwebt persönliche und kollektive Erinnerungen, findet deutliche Parallelen und Schnittpunkte und schafft so neue Beziehungen und Möglichkeiten. Dabei hinterfragt rezvani kritisch koloniale und imperiale Konstrukte und schafft so einen Raum für poetische Resilienz. Solo- und Gemeinschaftsarbeiten wurden unter anderem in den Sophiensälen, Berlin; den Uferstudios, Berlin; im PACT Zollverein, Essen; bei Dock 11, Berlin; in der Schwankhalle, Bremen, und im Theater im Depot, Dortmund, gezeigt. rezvani ist Mitbegründer:in des cobracobra collective, in dem persönliche Archivmaterialien aus den Regionen des sogenannten Iran und Boliviens recherchiert werden. rezvani ist Stipendiat der Akademie Schloss Solitude für das Jahr 2026.

Sunayana Shetty (IND/DE) ist eine in Berlin lebende Tänzerin, Choreografin und Lehrerin. Ihre choreografische Praxis befasst sich mit der zeitlichen Natur von Emotionen: wie sie konstruiert werden und das Verhalten beeinflussen. Im Jahr 2024 wurde sie für das Asian Performing Artists Lab (APAL) ausgewählt und präsentierte ihre Arbeit im Berliner Ringtheater. Im Jahr 2023 erhielt sie ein Forschungsstipendium vom Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop. Ihr vorheriges Werk Mother Tongue wurde im Ada Studios in Berlin uraufgeführt und später in New York (Green Space Studios) und Mumbai (Art & Charlie Gallery) gezeigt. Ihr neuestes Werk Three Women Walk into a Bar – entstanden in Zusammenarbeit mit Hanna Kritten Tangsoo und Sigrid Savi – wurde im Dezember 2025 im Kanuti Gildi Saal in Tallinn, Estland, uraufgeführt. Als Lehrerin ist sie Gastdozentin am Institute of Classical and Modern Dance in Mumbai. Im Jahr 2020 war sie Mit Kuratorin der Workshop-Reihe Among Us, die den Dialog über körperbasierte Praktiken fördert. Bislang hat Among Us mit Unterstützung der digitalen und analogen Plattform Work It Out, Berlin, zwei Ausgaben durchgeführt. Sunayana hat ihren Bachelor in Tanz, Kontext und Choreografie an der HZT-Universität in Berlin abgeschlossen (2018).

In Kooperation mit:

Die Ausstellung wird unterstützt durch:

Die Performance wird unterstützt durch:

Die Produktion der Performance wurde unterstützt durch:

Im Rahmen der Ausstellung

hell is other people (if you're lucky): Chloe Chignell, Ewa Dziarnowska, Dorota Gawęda + Eglė Kulbokaitė, Liina Magnea, Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, Sinaida Michalskaja, Alexandra Sheherazade Salem, Gaia Vincensini

, Stadthausgalerie Münster → Ausstellung
Weitere Veranstaltungen:

14.3.2026, 10:00 – 18:00 Uhr,

Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, dérivedérive

, Hoppengarten / Acker

15.3.2026, 15:00 Uhr,

Chloe Chignell, SUNCUT: a lover's dictionary

, Stadthausgalerie Münster

30.4.2026, 10:00 – 18:00 Uhr,

Abdoul Karim Martens + Dominik Sartor, dérivedérive

, Kunsthalle Münster / Wasserseite

10.5.2026, 15:00 Uhr,

Liina Magnea, SSASSINS CREED (LADY SAYS STOP)

, Stadthausgalerie Münster