Irony & Idealism

, 2018

Ausstellung und Buch beschäftigen sich damit, wie südkoreanische und deutsche Künstler*innen ihre eigene Geschichte, Kultur, Redewendungen und Sozialität reflektieren, aber auch die Klischees, die diese Phänomene umgeben, und wie ihre jeweiligen Ansichten über das Leben miteinander verbunden sind. Irony & Idealism befragt die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten in einer scheinbar globalen künstlerischen Sprache, die sich im Sinne eines geteilten Landes – einer geteilten Nation – wie Deutschland nach 1945 begründet. Die im Titel vorgeschlagene Dichotomie zwischen Ironie und Idealismus – Würde und Spott – verleiht dem kulturellen Austausch und Dialog zwischen den verschiedenen Beiträgen ein kritisches Potenzial. Die Ausstellung Irony & Idealism thematisiert damit die Konflikte, die innerhalb eines globalen Systems durch Identitätsverlust, kulturelle Vertreibung und erzwungene Konformität entstehen. Wenn Zusammengehörigkeit die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben ist und Kapitalismus und Konsum im Widerspruch dazu stehen, was passiert dann mit dem menschlichen Bedürfnis nach Autonomie, Differenzierung und Individualität? Was passiert mit der Vielfalt der Kulturen und Traditionen – einer Vielfalt der Völker? Und wenn der/die andere der/dieselbe ist wie ich, wo könnte dieses „Ich" etwas mehr sehen als nur das eigene Spiegelbild? Wer und was bin ich und wer und was ist der/die andere?