27/05/2018 – 08/07/2018,

SKR_D. Il Jong Park (Ille), Malte van de Water

Parallel zur Ausstellung Irony & Idealism lädt die Kunsthalle zu einem Rahmenprogramm ein, das aus drei Doppelausstellungen im Atelier 4.1 des Speichers II besteht: SKR_D. Das Konzept ist ebenso dialogisch aufgebaut und zeigt Arbeiten von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern, die mit Münster eng verbunden sind. Die Kunsthalle gibt durch diese Kooperation jungen Kunstschaffenden eine Plattform, auf der sie ihre Arbeiten in einem erweiternden Umfeld öffentlich präsentieren können. Die ausgewählten Positionen zeigen – ebenso wie bei Irony and Idealism – ein multimediales Spektrum verschiedener künstlerischer Gattungen: Malerei, Fotografie sowie installative bis hin zu ortsspezifischen Raumarbeiten.

Il Jong Park (Ille) (geb. 1980 in Yeongwol, Südkorea) und Malte van de Water (geb. 1990 in Düsseldorf) teilen ein Interesse an bildsprachlichen Elementen zwischen Gestik und Abstraktion. Vor allem das malerische Werk beider Künstler beschäftigt sich mit zentralen Themen der Malerei vor dem Hintergrund digitaler Bildgestaltung. Illes Arbeiten in Acryl hinter Plexiglas pendeln zwischen ungegenständlicher und abstrakter, zwischen geometrischer und gestischer Malerei. Es bilden sich abstrakte Kompositionen von intensiver Farbigkeit, die aus unterschiedlichen malerischen Handlungen heraus entstehen: Gestische Linien ebenso wie breitere Farbbahnen und gleichmäßig opake Flächen bilden Strukturen und formen sich zu einem dichten Bildgeschehen, das den Blick des Betrachters ständig in Bewegung hält. Wie auf einem Computerbildschirm überlagern sich Schichten von Farbe, Bilder schieben sich in Bilder und erzeugen dabei ein neues Ganzes.

Malte van de Water arbeitet meist in Acryl auf Leinwand. Van de Water rückt den Aspekt des malerischen Prozesses in den Fokus seiner Arbeiten. Meist traditionell auf Leinwand arbeitet er mit Schablonen und Rastern, Sprühlacken sowie klassisch mit dem Pinsel. Über häufig lasierten Bildgründen addieren sich Farbschichten, die beispielsweise mit Unterlage eines Lochblechs gesprüht und mit dem Pinsel gestisch aufgetragen werden. Dadurch entsteht ein Geflecht von gerasterten Linien, verlaufenden Farbflächen und wolkigen Farbzentren, die ein ganzheitliches All Over mit einzelnen gesetzten Akzenten erzeugen. Seine Arbeiten thematisieren Malerei selbst – vor dem Hintergrund digitaler Bildgenese mit analogen Mitteln.

Kurator: Benedikt Fahrnschon

The programme of the Kunsthalle Münster ist supported by the Friends of the Kunsthalle Münster.