31/03/2012 – 10/04/2012,

AanZet! Kunstpreis-Ausstellung: Johannes Langkamp, Sebastiaan Cornelis van Leeuwen van Daalen

Der Kunstpreis AanZet! wird seit 2005 jährlich an Absolvent*innen der ArtEZ-Hogeschool vergeben. Der Nachwuchspreis soll Künstler*innen durch finanzielle Unterstützung den Einstieg in die künstlerische Laufbahn erleichtern. Der AanZet!-Kunstpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, wird von einer internationalen Jury ausgelobt, denen die Künstler*innen Sarah van Sonsbeeck, Berend Strik und Helmut Dick sowie die Kuratorinnen Laurie Cluitmans (De Hallen und Galerie Fons Welters) und Rita Kersting (Kuratorin, Museum Ludwig und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen) angehören.

In diesem Jahr wird der Kunstpreis AanZet!, der hauptverantwortlich vom Kunstverein Diepenheim (NL) betreut wird, erstmals grenzüberschreitend ausgelobt. Neben vier Künstler*innen aus den Niederlanden sind auch zwei Absolventinnen der Kunstakademie Münster für den Kunstpreis nominiert. Zu den diesjährigen Stipendiaten gehörten neben Johannes Langkamp und Sebastiaan Cornelis van Leeuwen van Daalen, die in der Stadthausgalerie ausstellen, auch Sarah Bijlsma aus Arnheim, Maria Gerdwilker und Katja Kottmann aus Münster und Jan Mensen aus Enschede. Neben dem AanZet-Kunstpreis hat die Kunstkommission der Saxion Hogeschool in Enschede einen weiteren Kunstpreis im Wert von 5.000 Euro ausgeschrieben, der mit einer Auftragsarbeit auf dem Gelände der Fachhochschule verbunden ist. Daneben gibt es einen Publikumspreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

In der Stadthausgalerie Münster sind Videos und Rauminstallationen von zwei Künstlern aus Enschede zu sehen: Johannes Langkamp und Sebastiaan Cornelis van Leeuwen van Daalen. Johannes Langkamp hatte drei Monate in der Galerie Münsterland e.V. Emsdetten gearbeitet, Sebastiaan Cornelis van Leeuwen van Daalen drei Monate im Künstlerdorf Schöppingen. Die Videos von Johannes Langkamp wirken wie Aphorismen, kurze reizvolle Bildgedanken, ironisch und ihren Effekten oft verblüffend. Langkamp spielt mit Realität und Konstruktion, mit Wahrnehmung und Interpretation und weist durch seine ungewöhnliche Perspektivführung, seine statischen Einstellungen, Kamerabewegungen und Überschneidungen darauf hin, dass das Kunstvideo keine Dokumentationen, sondern inszenierte Wirklichkeit ist. Sebastian Cornelis van Leeuwen van Daalen nutzt für seine installativen Objekte und Eingriffe in den öffentlichen Raum unterschiedliche Medien wie Malerei, Collage, Spielzeugfiguren, Cut-outs, Neonlicht sowie, vorgefundenes Material wie Laub oder Zivilisationsabfall. Sein Interesse gilt der Inszenierung, die mal leise, mal theatral die Erfahrungen von Realität verschiebt. Ein immer wiederkehrendes Motiv ist die Palme – ein assoziationsreiches Vexierbild zwischen Fensterbankdeko und exotischem Sehnsuchtsmotiv.

AanZet! 2012 ist ein Kooperationsprojekt von Kunstvereniging Diepenheim, Museum de Fundatie (Zwolle und Heino), Museum Henriette Polak (Zutphen), Rijksmuseum Twenthe (Enschede), 21rozendaal (Enschede), Cultuurwerkplaats R10 (Zwolle), Kunsthalle Münster, Galerie Münsterland Emsdetten und Künstlerdorf Schöppingen. Der Kunstpreis AanZet! wird unterstützt von der Provincie Gelderland, der Provincie Overijssel, dem Cultuurfonds BNG und der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V.

Die Ausstellung in der Stadthausgalerie in Münster ist in Kooperation mit der Kunsthalle Münster, der Galerie Münsterland e.V. Emsdetten und dem Künstlerdorf Schöppingen entstanden.

The programme of the Kunsthalle Münster ist supported by the Friends of the Kunsthalle Münster.